Ergebnisse der großen Gottesdienstumfrage liegen vor

217 Gemeindeglieder haben sich an unserer Umfrage zum Gottesdienst beteiligt. Vielen Dank allen, die sich dafür Zeit genommen und damit gezeigt haben, dass ihnen die Gottesdienste wichtig sind. Ziel der Umfrage war es, Veränderungen anzugehen und umzusetzen, damit möglichst viele Menschen sich in den Gottesdiensten angesprochen fühlen und ihren Glauben leben können.

Vollkommen unerwartet kamen dann die massivsten Änderungen unser aller Leben und auch der Gottesdienste. Wer hätte auch nur im Schlaf daran gedacht, dass wir online – Andachten und Kindergottesdienste feiern würden, oder später im Gemeindesaal mit 2m Abstand und Mundschutz?

Langsam, kehren wir zu mehr Normalität zurück und so möchte ich kurz

zusammenfassen, was uns bei der Auswertung der Umfrage aufgefallen ist und welche Konsequenzen wir daraus ziehen wollen:

Besonders erfreulich fanden wir, dass fast alle sich im Gottesdienst willkommen fühlen.

Musik: Fast alle singen gerne und es gibt eine große Offenheit sowohl von Jungen für traditionelle Lieder als auch von Älteren für neue, oder gar englische Lieder. Das bestärkt uns darin, dass eine gute Mischung von alten und neuen Liedern sinnvoll ist. Auch andere Instrumente könnten öfter spielen, die Orgel wird aber zentral bleiben.

Bibel: Positiv überrascht waren wir, dass die Bibellesungen für die meisten gut verständlich sind. Die verschiedenen Meinungen zu traditionellen und modernen Übersetzungen zeigen uns, dass es auch hier gut ist, abzuwechseln. Vielleicht könnten wir in Zukunft einige Bibeln auslegen, damit Bibeltexte auch mitgelesen werden können.

Im Wechsel mit dem Pfarrer sprechen und singen gefällt den meisten, aber viele – und zwar in allen Altersgruppen - sind unsicher, was sie denn nun sagen oder singen sollen. Hier sehen wir eine wichtige Aufgabe, Hilfen anzubieten, dass alle sich im Gottesdienst besser zurechtfinden.

Beim Abendmahl ist am auffälligsten der Wunsch, den Friedensgruß weiterzugeben. Aktuell müssen wir das zurückstellen, werden aber darauf zurückkommen, wenn es wieder zulässig ist. Zur Teilnahme von Kindern am Abendmahl gibt es eine große Zustimmung allerdings bleibt das Thema kontrovers und wird vor allem von Älteren eher abgelehnt. Die große Offenheit, das Abendmahl auch mit Traubensaft zu feiern, wollen wir aufgreifen und dazu eine Möglichkeit anbieten.

Zeit: Offen ist für uns, ob und wie wir den Wunsch nach einem Gottesdienst Sonntag abends (weit vor Samstag) aufgreifen könnten.

Insgesamt war interessant zu sehen, dass der Anteil derer, die monatlich Gottesdienste besuchen besonders hoch ist und die am schlechtesten vertretene Gruppe keineswegs die Kinder und Jugendliche sind, sondern die 20-40 Jährigen. BM

Herzlichen Dank an alle, die die Umfrage ausgezählt haben und an Cornelia Rall für die übersichtlichen Diagramme!

Hier geht es zu allen Ergebnissen im Detail.